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Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGB §§705ff.) ist die einfachste Mehrpersonengesellschaft, durch Eintragung ins Handelsregister wird eine GbR eine OHG. Nur bei einem Kleingewerbe kann auch die GbR anstatt einer OHG gewählt werden. Der Name setzt sich aus den Namen der Gesellschafter zusammen mit dem Zusatz GbR. Es müssen mindestens zwei Gründer existieren. Die GbR ist schon durch einen Vertrag (auch mündlich) gegründet. Die Gesellschaft ist nicht oder nur eingeschränkt rechtsfähig. Jeder Einzelne ist Rechts- und Steuerobjekt. Jeder Einzelne haftet für die gesamte Gesellschaft mit seinem Privatvermögen (persönlich, unbeschränkt, solidarisch). Es gibt keine Untergrenze beim Mindestkapital. Die Geschäftsführung erfolgt nach außen durch alle Gesellschafter, im Innenverhältnis sind Beschränkungen möglich. Die Verlust-/Gewinnverteilung erfolgt nach Köpfen, wenn nichts näher bestimmt worden ist (BGB §§705ff.). Vorteile sind die einfache Gründung. Nachteile sind fehlende Firma, keine Prokura. Die Gründungskosten belaufen sich auf ca. 30€ je Gesellschafter.