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Rechtsformen

Kaufleute können unter verschiedenen Rechtsformen für ihr Unternehmen wählen. Bei der Wahl sind viele Kriterien zu berücksichtigen. Dazu gehören u.a. die Rechtsgestaltung (Umfang der gesetzlichen Vorschriften), die Haftungsfrage, die Leitungsbefugnis (Vertretung nach außen, Geschäftsführung, Mitbestimmung), Gewinn-/Verlustbeteiligung, Entnahmerechte, Kapitalbedarf, die möglichen Finanzierungsformen (Fremd-/Eigenbezug), Flexibilität bei Änderung der Beteiligungsverhältnisse, Ausscheiden aus dem Unternehmen, Steuerbelastung. Bei den Gründungskosten sind Notar-, Gerichts-, Veröffentlichungskosten für Gewerbeanmeldung und Handelsregistereintragung, sowie Beratungskosten, zu beachten.

Man teilt die Rechtsformen grob in zwei Abteilungen, die auch ihre eigenen Abteilungen im Handelsregister haben, in Personen- und in Kapitalgesellschaften. Zu den Personengesellschaften gehören die Einzelunternehmen (e.K/e.Kffr.), die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Offene Handelsgesellschaft (OHG) und die Kommanditgesellschaft (KG). Zu den Kapitalgesellschaften gehören die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), die Unternehmergesellschaft (UG (haftungsbeschränkt)) und die Aktiengesellschaft (AG). Es gibt sonst auch noch weitere Gesellschaften, dazu gehören die eingetragene Genossenschaft (eG), der Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit (VVaG), die Stille Gesellschaft und die britische, in Deutschland zugelassene, Limited (Ltd.).

Die Stille Gesellschaft ist eine Sonderform. Sie wird nicht öffentlich bekannt gemacht, der Gesellschafter haftet nur mit seiner Einlage, hat keine Kontrollfunktionen und bekommt vom Gewinn einen angemessenen Anteil (HGB §§230-236). e