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Betriebsrat

  • Aufgaben:
    •  in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Arbeitsgeber
    •  Vertretung der Arbeitnehmerinteressen, dazu wird in den Betriebsausschüssen mitgearbeitet (u.a. Arbeits-/Datensicherheit)
    •  betriebliches Vorschlagswesen
    •  Weiterbildung
    •  Personalthemen (Einstellungen, Kündigung, Gehalt/Zulagen)
    •  Vertrauensperson für Arbeitnehmer
    •  Vermittler zwischen Arbeitnehmern in Konfliktsituationen
  • Typisierung Mitglieder:
    •  nicht zwingend Gewerkschaftsmitglied, z.T. distanziert/kritisch gegenüber Gewerkschaften
    •  unternehmerisch <–> ideologisch
    •  konventionell: traditionelle Schutzpolitik
    •  engagiert: Versuch Einflussnahme
    •  ambitioniert: gelingt Einflussnahme
    •  Co-Manager: Einbringung eigener Themen
  • Eignung Mitglied: “Einer, der Interesse am Gesamten hat”, Zurückstellung eigener Interessen und Vertretung anderer
  • Mitglieder: Kündigungsschutz, aber höhere Belastung, auch in der Freizeit, keine Aufwandsentschädigung oder Zulagen, Mitgliedschaft ist auf freiwilliger Basis, Möglichkeit der Karriere-Schädigung
  • Arbeitsgeber hat Mitglieder zu Sitzungen freizustellen und Räume zur Verfügung zu stellen
  • Geschichte:
    •  1860: Arbeiterausschüsse
    •  1920: gesetzliche Grundlage
    •  1934: Auflösung durch Nazi-Regime
    •  1946: Alliierte erlauben wieder Betriebsräte
    •  1952: Verabschiedung Betriebs-Verfassungs-Gesetz (BVerfG) im Bundestag
      • weitgehende Rechte für den Betriebsrat und
      • Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Arbeitsgebers
    •  1972: Reform des BVerfG, mehr Rechte für Gewerkschaften
  • Gründung: mind. 5 ständig wahlberechtigte Arbeitnehmer (auch Auszubildende)
  • Vor-/Nachteile:
    •  Modernisierungsfaktor
    •  Arbeitnehmer treten mit Wünschen, Sorgen etc an dern Betriebsrat heran und nicht mehr direkt an den Arbeitgeber => Entlastung
    •  Schutzfunktion der Arbeitnehmer durch Anonymität, “Puffer” zwischen Arbeitnehmer und -geber
    •  Arbeitnehmer werden durch den Betriebsrat an Entscheidungen beteiligt => Möglichkeit größere Identifizierung mit dem Arbeitgeber