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Arbeitszeiten von volljährigen Auszubildenden

  1. Eine Beschäftigung im Betrieb ist nach der Berufsschule an beiden Berufsschultagen möglich, nicht jedoch vor dem Unterricht, wenn dieser vor 9 Uhr beginnt.
  2. Eine Beschäftigung ist auch möglich an Tagen des Blockunterrichts.
  3. Die Anrechnung des Berufsschulunterrichts auf die Arbeitszeit richtet sich nicht mehr nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz, sondern nah dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) oder einer eventuellen vertraglichen oder tarifvertraglichen Vereinbarung.
  4. Nach dem Arbeitszeitgesetz (vgl. § 3) gilt folgendes:
    1. Die werktägliche Arbeitszeit darf grundsätzlich acht Stunden nicht überschreiten.
    2. Sie kann auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.
  5. Gerechnet wird die Zeit des Unterrichts einschließlich der Pausen. Die Anzahl von Unterrichtsstunden, die ja nur 45 Minuten dauern, ist unerheblich. Wegezeiten müssen nicht mitgerechnet werden.
  6. Wenn eine Beschäftigung nach dem Berufsschulunterricht zwar noch zulässig wäre, aber wegen langer Wegezeiten nicht sinnvoll ist, kann die Beschäftigung an anderen Tagen nachgeholt werden. Zu beachten sind die Grenzen des ArbZG und evtl. bestehende Tarifvereinbarungen.