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Analoges Telefon

Wählverfahren

Im analogen (und auch im digitalen) Netz sind die Teilnehmer über eine Kupferdoppelader (a/b) angeschlossen. Es sind zwei Wählverfahren möglich, um Rufnummer zu übermitteln.

  1. Beim Impulswählverfahren  werden durch Kurzschließen der a/b-Leitung Wählimpulse erzeugt. Die Anzahl der Impulse zwischen zwei Pausen wird als Ziffer interpretiert. Eine Pause muss mindestens 200ms dauern, ein Impuls dauert 100ms. Dieses Verfahren kann mit viel Geschick und Übung auch mit Tippen der “Gabel” simuliert werden.
  2. Heute wird fast nur noch das Frequenzwählverfahren genutzt, bei dem jeder Tastendruck zwei Frequenzen zugeordnet werden. So dauert die Wahl jeder Ziffer gleich lang, die Wählvorgang ist schneller. Dieses Verfahren kann auch durch Senden der Töne durch die Sprechmuschel simuliert werden.

    Frequenz in Hz

    1209

    1336

    1447

    1633

    697

    1

    2

    3

    A

    770

    4

    5

    6

    B

    852

    7

    8

    9

    C

    941

    *

    0

    #

    D

Beschaltung

Die gängigsten TAE sind NFN-kodiert. N-Stecker werden für Nichtfernsprecher (Fax, Anrufbeantworter, Modem), F-Stecker für Fernsprecher (Telefon, TK-Anlage) genutzt. Die Kodierung von N und F wird rein mechanisch vorgenommen, elektrisch sind die beiden Stecker gleich aufgebaut. Die Reihenfolge der angesprochenen Geräte in der TAE ist NNF, d.h. erst werden die Nichtfernsprecher angesprochen, zum Schluss erst der Fernsprecher. Ein vom AB entgegengenommer Anruf kann aber vom Telefon “übernommen” werden. Ein intaktes Gerät schaltet im inaktiven Modus die Eingangssignale durch, sodass die “nachgeschalteten” Geräte ebenfalls mit dem Telefonnetz verbunden sind (Rückleitung). Wenn man eine weitere TAE an die erste TAE anschließen möchte, nimmt man dazu die F-Büchse in der ersten TAE. Eine weitere TAE wird an der ersten TAE über die Kontakte a2 und b2 angeschlossen (→ Signalfluss).