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Preisstrategien

- Hochpreispolitik: Ziel der Hochpreispolitik ist die Gewinnmaximierung, das Produkt wird positioniert. Voraussetzungen sind das notwendige Produtkimage und das Fehlen eines Angebotüberhanges. Befristet kann die
Hochpreispolitik bei einem Nachfrageüberhang angewendet werden. Langfristig ist die Positionierung als Luxusmarke/-produkt, Einzelanfertigungshersteller notwendig. Das Alleinstellungsmerkmal ist ausschlaggebend.
– Preisführerschaft: Als Marktführer kann man u.U. die Preise bestimmen und die Konkurrenz folgt. Das UWG ist zu beachten!
– Niedrigpreispolitik: Man positioniert sich im Massenmarkt. Ziel ist die Erhöhung des Marktanteiles/Absatzes und Konkurrenzverdrängung. Langfristig positioniert man sich als “Billig-Anbieter”. Mit der Marktdurchdringungspolitik kann man die Preisvorteile des hohen Marktanteiles an den Kunden weitergeben. Kurzfristig dient die Niedrigpreispolitik der Marktanteilerhöhung und der Sicherung der Kundenbindung.
– Penetrationsstrategie [?]
– Abschöpfungsstrategie: Erst werden die Kunden im Hochpreissegment abgeschöpft, um später die Preis zu senken und die niedrigpreisender Kundensegmente zu gewinnen.
– Prämienstrategie: Die Preis variieren unter bestimmten Konditionen (Menge, Treue, Saison, Sonderrabatt, Zugaben, Bonus, Skonto). Häufig passiert es, dass es kleine klaren Regeln für die Vergabe von Boni und Rabatten existieren. Oft werden diese aus Gewohnheit (zum Beispiel gegenüber Stammkunden) vergeben, meist auch ohne die Festlegung von Gegenleistungen. Die ist unbedingt zu vermeiden!
– Preisdifferenzierungsstrategie: Preise können sich nach Produkten, Produktlinien, Kundensegmenten (Schüler), Zeit (saisonal), Ort/räumlich und Mengenstaffel sich unterscheiden. Wichtig ist der kalkulatorische Ausgleich bei Sonderangeboten unter Beachtung des UWG.
– psychologische Preisbildung: Hier sind Preisanker wichtig. Untersuchungen haben ergeben, dass Kunden eher zu einen Preis im oberen Mittelfeld tendieren. Wenn Kunden ein Produkt zum niedrigen Preis nehmen, entsteht (aus Kundensicht) der Eindruck vom “geizigen” Kunden, bei einem hohen Preis vom “verschwenderischen” Kunden. Zum Beispiel: Man bietet ähnliche Produkte (z.B. Weine) zu unterschiedlichen Preisen an. Die Preisspanne liegt zwischen 18€ und 30€. Der Kunden wählt in der Regel einen Wein zum Preis von 25€. Wenn jedoch ein Wein im Sortiment vorhanden ist, der 45€ kostet, wählt der Kunden den Wein für 30€.

– dynamisch: Flexible Reaktion auf Preisschwankungen (z.B. Rohstoffmarkt).