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IPv6

Gründe für die Einführung

  • Adressknappheit von IPv4-Adressen (ca. 4 Milliarden), mit IPv6 gibt es ca. 280 Mrd. Adressen pro mm²
  • Pflegen der Routing-Tabellen übersichtlicher/einfacher (u.a. durch vereinfachte Konfiguration und strukturierter regionaler Vergabe (Europa, …))
  • verbindungslose Adresse bei der die IP-Adresse aus der MAC bestimmt wird ohne DHCP
  • Vereinfachung bei Protokollen (durch vereinfachte Konfiguration

Aufbau

  • 128 Bit lang, 4 Segmente mit je 2 Byte in hexadezimaler Schreibweise, getrennt durch :
  • Teile: Präfix und Interface Identifier, Angabe durch /{Anzahl der Bits), früher: Subnetzmaske
  • Verkürzung von aufeinanderfolgenden Nullen durch :: (nur einmal sonst nicht eindeutig)

Präfixe

  • 2002:: … /16 6to4-Tunnel (Migration zwischen IPv4)
  • ::FFFF: … /96 IPv4 mapped (weiteres Migrationsverfahren)
  • FE80:: … /10 Link-Local
  • ::1 /128 Loop-Back-Device (Localhost)
  • 2001:: /32 Provider
  • 2001:DB8 … /32 Dokumentation
  • FF00:: … /8 Multicast
  • 2000:: … /3 global Unicast
  • FC … /8 und FD … /8 unique local unicast (FC: global zugewiesen, FD: lokal zugewiesen); werden im Internet nicht geroutet