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Switching-Technologien

Technologie Verfahren Vorteile Nachteile
Cut-Through “switching on the fly” Nach Empfang der Zieladresse wird sofort die Verbindung zum zugehörigen Output-Port hergestellt und der Rest des Pakets dorthin weitergeleitet.
  • kurze Latenzzeit während der Übertragung der Pakete
  • auch fehlerhafte Pakete (Fragmente o.ä.) werden übertragen
  • Belastung des Netzes durch Fehlererkennungsmechanismus des Empfängers
  • nicht geeignet für 10/100 MBit/s Ethernet
Store-And-Forward Vollständiger Empfang des Pakets dann Fehlerüberprüfung. Bei Fehlerfreiheit: Weiterleitung an Output-Port.
  • Fehlerprüfung verhindert Weiterleitung fehlerhafte Pakete
  • einziges Verfahren, das 10/100 MBit/s Ethernet tauglich ist
  • größere Verzögerungszeit als beim Cut-Through-Verfahren
Fragment-Free Kompromiss aus 1 und 2: Erst wenn die ersten 64 Byte des Frames eingelesen wurden, wird das Paket zum Output-Port weitergeleitet.
  • der größte Teil fehlerhafter Pakete wird nicht weitergeleitet
  • Latenzzeit liegt zwischen 1 und 2
  • schwacher Kompromiss
  • nicht geeignet für 10/100 MBit/s Ethernet
Adaptive Cut-Through Verfahren kann zwischen 1 und 2 dynamisch variieren! Wird eine Fehlerschwelle überschritten: Store-And-Forward, sonst Cut-Through
  • guter Kompromiss aus Performance im Normalfall und Lastbegrenzung im Fehlerfall. Umschaltung durch voreingestellten Schwellwert
  • erhöhter Kontroll- und Managementbedarf
  • nicht geeignet für 10/100 MBit/s Ethernet