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Mainboard

Das Mainboard wird auch Motherboard genannt. Es bietet Steckplätze für Prozessor, Speicherbausteine und Erweiterungskarten (Grafik, Sound, Netzwerk) und verbindet die Komponenten miteinander.

Es gibt mehrere Formfaktoren. Der Formfaktor macht Angaben über die Größe und (Position-)Befestigungsmöglichkeiten, sowie der Lage der Komponenten und Löcher. Als Formfaktoren gibt es u.a.

  • ATX 305×244
  • Mini ATX 284×208
  • Micro ATX 244×244
  • FlexATX 229×191
  • BTX (Nachfolger von ATX, vom Markt genommen)
  • DTX (von AMD 2007 angekündigt)

Die Formfaktoren bestimmten die Art der Stromversorgung und die Anzahl der Slots.

Die sog. Riser-Card ist eine spezielle Erweiterungskarte, die auch “Winkelstück” genannt wird. Sie dient dazu andere Erweiterungskarten, die senkrecht zur Hauptplatine angeordnet wsind, in ihrer räumlichen Lage anzupassen. Sie wird häufig bei flachen Gehäusen, z.B. Server mit 1 HE (Höheneinheit) verwendet.

Ein Chipsatz sind mehrere zusammengehörende IC (Integrated Circuit), die zusammen eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Es gibt mehrere technische Gründe dagegen, alle Funktionalitäten auf einen Chip unterzubringen. 

  • Beschränkung der Komplexität eines Chips
  • Anzahl der Anschlüsse im Chip-Gehäuse
  • Anforderung einzelner Schaltungsteile (-> unterschiedliche Halbleiterherstellungsprozesse)

Die Northbridge ist die Verbindung von Hochgeschwindigkeitskomponten, die Southbridge von “langsamen” Komponenten.

Für die Auswahl eines Mainboards sind mehrere Kriterien ausschlaggebend:

  • externe Anschlüsse
  • interne Anschlüsse (Erweiterungsmöglichkeiten)
  • richtiger Chipsatz zu Prozessor
  • (System-) Takt passend zu Prozessor
  • Wärme- und Lärmentwicklung (-> Lüfter und Netzteil)