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Marktarten

  • nach dem  Umfang der staatlichen Beeinflussung
    • freie Märkte: Märkte ohne jeden Staatseingriff, wie sie im Modell der freien Marktwirtschaft vorausgesetzt werden
    • regulierte (gelenkte, reglementierte) Märkte: Märkte, auf denen der Staat eingreift, wenn er seine politische Ziele gefährdet sieht, z.B. Markt für Mietwohnungen
  • nach dem Umfang der Marktzutrittsmöglichkeiten
    • offene Märkte: Märkte, bei denen jedermann als Anbieter oder Nachfrager auftreten kann, z.B, Flohmarkt, Ebay
    • geschlossene Märkte: Märkte, auf denen nicht jedermann Zutriit hat, z.B. früher staatliches Postmonopol, Börsenmakler (Lizenz erforderlich)
  • nach räumlich-zeitlichen Gesichtspunkten
    • zentralisierte Märkte (=Punktmärkte): Märkte, auf denen alles Angebot und alle Nachfrage an einen bestimmten Ort aufeinandertreffen, z.B. Börsenplätze, Wochenmarkt. Zentralisierte Märkte sind in der Regel auch organisierte Märkte, d.h. Märkte mit einer Marktordnung, z.B. Börse.
    • dezentralisierte Märkte: Märkte, auf denen Angebot und Nachfrage weder am gleichen Ort noch zur gleichen Zeit aufeinandertreffen; meist auch unorganisierte Märkte.
  • nach rein räumlichen Gesichtspunkten
    • norddeutsche Märkte, deutsche Märkte, europäische Märkte, Weltmärkte
  • nach der Einheitlichkeit bzw. Uneinheitlichkeit der Marktpreisbildung
    • vollkommene Märkte: Märkte, auf denen es nur einen einheitlichen Preis für ein bestimmten Gut geben kann
    • unvollkommene Märkte: Märkte, auf denen es für ein bestimmtes Gut unterschiedliche Preise gibt
  • nach der Art der gehandelten Sachgüter und Leistungen
    • Faktormärkte: Märkte, auf denen Angebot und Nachfrage der Produktionsfaktoren zusammentreffen
      • Arbeitsmärkte: über Zeitung, Internet, ARGE
      • Finanzmärkte/Kapitalmärkte: Austausch von Geld über Banken, Effektenbörse
      • Immobilienmärkte: über Makler, Banken, Zeitung, Internet
    • Gütermärkte: Märkte, auf denen Angebot und Nachfrage nach Sachgütern zusammentreffen
      • Konsumgütermärkte
      • Produktionsgütermärkte
  • nach der Anzahl der Anbieter und Nachfrager (Marktformen im engeren Sinne)
    • polypolistische Märkte: vollständige Konkurrenz, d.h., viele Anbieter und Nachfrager treten auf dem Markt auf
    • oligopolistische Märkte: Märkte, auf denen auf einer und/oder beiden Marktseiten nur wenige Konkurrenten vorhanden sind.
    • monopolistische Märkte: Märkte, auf denen sich auf einer und/oder beiden Marktseiten nur ein Markbeteiligter befindet.