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Die Verhaltensweisen der Nachfrager

Im folgenden geht es um das Nachfrageverhalten der privaten Haushalte.

Bestimmungsgründe der individuellen Nachfrage

  • Stärke und Rangordnung der Bedürfnisse (Dringlichkeit)
  • verfügbares Einkommen bzw. Vermögen
  • Preis des nachgefragten Gutes
  • Preise anderer Güter
    • Preise von Substitutionsgüter (austauschbare Güter): Bei Substitutionsgütern wird ein Verbraucher bei steigenden Preis des Gutes A (z.B. Butter), verstärkt das Gut B (z.B. Margarine) nachfragen. Beispiele von Substitutionsgütern sind z.B. Butter und Margarine; Kohle, Erdgas und Heizöl; Super, E10, und Diesel; Metall und Kunststoff
    • Preise von Komplementärgütern  (sich gegenseitig ergänzende Güter): Bei Komplementärgütern wird der Verbraucher seine Nachfrage verringern, wenn der Preis einer oder mehrerer Komplementärgüter steigt. Beispiele für Komplementärgüter sind z.B. Dieselfahrzeug und Dieselöl;  Rohbauten und Installationen, Fenster usw.; Elektrogüter und Elektrokochtöpfe.

Beispiel: Nachfrage nach Kartoffeln

Marktpreis dt Kartoffeln Menge

44

2

39

3

37

4

 

 

 

Typische Merkmale des Nachfrageverhaltens/Nachfragekurven

  • Normalfall: Je höher der Marktpreis, desto geringer ist die nachgefragte Menge eines Gutes. Die Nachfragekurve sinkt i.d.R. hyperbelförmig.
  • unelastische Nachfrage: Vor allem bei lebensnotwendigen oder lebensnotwendig erachteten oder für Güter des Zwangsbedarfs, z.B. Wasser, Medikamente, Heizöl.
  • elastische Nachfrage: Vor allem bei nicht lebensnotwendigen Gütern oder Gütern des Wahlbedarfe, z.B. Theaterbesuche, Ferienreisen, Zweitwagen.

Nachfrageverschiebungen

  • Die Nachfrage bleibt unverändert: Bewegung auf der Kurve.
  • Die Nachfrage steigt (z.B. durch eine Einkommenserhöhung): Steigt die Nachfrage, verschiebt sich die Nachfragekurve parallel nach rechts (mehr Menge bei gleichem Preis).
  • Die Nachfrage sinkt (z.B. durch eine Einkommenssenkung): Sinkt die Nachfrage, verschiebt sich die parallel nach link (weniger Menge bei gleichem Preis).

Die Aussage, dass mit steigendem Einkommen die Nachfragezu- und mit sinkendem Einkommen abnimmt, trifft nur auf die sogenannten superioren Gütern (überlegene Güter, “viel Geld”) zu. Bei inferioren Gütern (unterlegene Güter, “wenig