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Wandel durch Annäherung

1969

▪Koalitionsregierung (SPD/FDP) unter Bundeskanzler Willy Brandt und Außenminister Walter Scheel (FDP); Beginn der Gespräche der Bundesregierung mit der UdSSR und Polen

1970

▪Moskauer Vertrag (12. August): Gewaltverzichtsvertrag und Anerkennung aller in Europa bestehenden Grenzen inklusive der Oder-Neiße-Grenze und der Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR

▪Warschauer Vertrag (7. Dezember): Normalisierung der Beziehungen zu Polen, Gewaltverzicht, Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze als polnische Westgrenze

1971

▪Erich Honecker löst Walter Ulbricht als 1. Sekretär der SED ab.

1972

▪Konstruktives Misstrauensvotum der Opposition unter Rainer Barzel scheitert knapp.

▪Zustimmung des Bundestages zu den Ostverträgen am 17. Mai. In Kraft treten am 3. Juni

1973

▪Grundlagenvertrag mit der DDR tritt am 21. Juni in Kraft.

▪Beide deutsche Staaten werden am 18. September Mitglied der Vereinten Nationen (UN).

1974

▪Spionageaffäre Guillaume und Rücktritt Willy Brandts, Helmut Schmidt (SPD) setzt sozialliberale Koalition fort, Außenminister wird Hand-Dietrich Genscher (FDP)

1975

▪1. Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE-Schlussakte von Helsinki vom 1. August)

1977

▪In Ostberlin kommt es am Rande eines Konzerts auf dem Alexanderplatz am 7. Oktober im Rahmen der Festveranstaltungen zum Nationalfeiertag der DDR zu schweren Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Volkspolizei.

▪„Heißer Herbst“ in der Bundesrepublik: Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“, Selbstmord der RAF-Häftlinge Baader, Ensslin und Raspe in Stuttgart-Stammheim, Mord an Hanns Martin Schleyer.

1978

▪„Wehrerziehung“ in der DDR als Pflichtfach eingeführt: Friedensbewegung formiert sich.

1980

▪Gründung der „Solidarność“ in Polen

▪Krefelder Appell fordert Verzicht auf Nachrüstung; Anwachsen der Friedensbewegung

1982

▪Berliner Appell vom 25. Januar von Rainer Eppelmann und Robert Havemann

▪Wirtschaftliche Krisensituation in der DDR

1983

▪Konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt am 1. Oktober; Helmut Kohl wird Bundeskanzler einer CDU/CSU/FDP-Regierung

▪Vorgezogene Neuwahlen bringen Wahlerfolg der CDU/CSU/FDP-Koalition; Einzug der GRÜNEN ins Parlament.

▪Milliardenkredit eines bundesdeutschen Bankenkonsortiums für die DDR

1984

▪DDR-Behörden erteilen 34.900 Ausreisegenehmigungen

1985/86

▪Gründung der Initiative Frieden und Menschenrechte in Ostberlin

1985

▪Beginn der Reformpolitik in der Sowjetunion unter Gorbatschow

1987

▪Honecker besucht erstmals die Bundesrepublik.