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Geteiltes Deutschland im Zeichen des Ost-West-Konflikts

1950

▪Walter Ulbricht wird Generalsekretär des ZK der SED.

→ Ära Ulbricht beginnt (1950 – 1971); Schon während der Besatzungszeit hat die SU die Umgestaltung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nach sowjetischen Vorbild vorangetrieben. Es wird aber davon ausgegangen, dass eine zweite Staatsgründung von der SU nicht beabsichtigt war und dass ein neutrales, entmilitarisiertes, vereintes Deutschland der SU-Führung lieber gewesen wäre. Wegen der Westintegration der BRD, akzeptierte die SU-Führung die „Doppelte Staatsgründung“ und trieb Ostintegration der DDR voran (Warschauer Pakt, RGW). Ab 1955 verkündet die SU offiziell die Souveränität der DDR, aber die DDR bleibt militärisch, wirtschaftlich und politisch von der SU abhängig.

▪Die SED richtet am 8. Februar das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ein.

▪Schuman-Plan für wirtschaftliche Zusammenarbeit vom 9. Mai

→ Bildung der „Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl“ (EGKS; 1951)

▪Aufnahme der DDR in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) am 29. September

1951/52

▪„Gründungskrise“

1951

▪Unterzeichnung der Montanunion (EKGS)

▪Aufnahme der BRD in den Europarat am 7. Mai

1952

▪Stalin-Noten: vereintes, neutrales und entmilitarisiertes Deutschland

▪Ulbricht verkündet den „planmäßigen Aufbau des Sozialismus“

▪Deutschlandvertrag: Aufhebung des Besatzungsstatuts

▪Lastenausgleichsgesetz soll die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen helfen, indem Vermögende Abgaben zahlen, um den diejenigen, die durch Krieg und Deportation Vermögen verloren haben, zu entschädigen.

1953

▪Volksaufstand (Streiks, Proteste und Demonstrationen in über 700b Städten und Gemeinden) in der DDR gegen das SED-Regime am 17. Juni

1954

▪Pariser Verträge: Beschluss, die Bundeswehr im Rahmen der NATO aufzubauen, BRD erhält staatliche Souveränität

▪Der Versuch eine „Europäische Verteidigungsgemeinschaft“ zu bilden, scheitert am Widerstand der französischen Nationalversammlung.

1955

▪Die Bundesrepublik erhält die Souveränität, Beitritt zur NATO am 9. Mai (Pariser Verträge, 1954)

▪Gründung des Warschauer Pakts am 14. Mai; DDR wird am 4. Juni Mitglied

▪Anwerbeabkommen mit südeuropäischen Staaten um Gastarbeiter in die BRD zu bringen

1956

▪20. Parteitag der KPdSU: Entstalinisierung nach dem Tod Stalins

▪Ungarn-Aufstand

1957

▪Rentenreform in der Bundesrepublik: Prinzip des Generationenvertrages, „dynamische Rente“
→ deutliche Rentenerhöhung

▪CDU erhält absolute Mehrheit im Bundestag

1958

▪Römische Verträge zwischen Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden und der Bundesrepublik Deutschland treten am 25. März in Kraft (EWG und EURATOM)

1959

▪SPD bekennt sich im Godesberger Programm zur Marktwirtschaft und zur Westintegration.

1961

▪Bau der Berliner Mauer seit 13. August, Errichtung der innerdeutschen Grenze

1962

▪Kuba-Krise

1963

▪Beginn der Entspannungspolitik; amerikanisch-sowjetisches Atom-Stopp-Abkommen

▪Rücktritt Adenauers am 15. Oktober; erstes Kabinett Erhard (CDU/CSU/FDP)

1966

▪Wirtschaftskrise; Erfolge der NPD bei Landtagswahlen

▪Große Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU)

▪Unruhen im Rahmen des Staatsbesuchs von Schah Reza Pahlavi (Iran)

1968

▪Attentat auf Rudi Dutschke, Studentenunruhen

▪Prager Frühling

▪Verabschiedung der Notstandsgesetze am 30. Mai