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Wirtschaftliche Entwicklung und Lebenslage

  • 50er: hohes Wirtschaftswachstum (BNE um das 2,5 fache gestiegen), danach nie wieder ein solches Wirtschaftswachstum
  • gründliche Ausschöpfung von Ressourcen und verbesserte Technologien aber keine Innovationen
  • Versuch der SED: schnelle Industrialisierung und Bevorzugung der Metallurgie/Schwerindustrie
  • Einbindung in den industriell rückständigen Osten
  • Aufgaben der DDR-Wirtschaft in den 50er: Erhöhung des privaten Verbrauchs, Ausbau/Modernisierung der Infrastruktur, Absicherung der Investitionen in allen Industriebranchen → Überforderung → Krisen 1952/1953 (Kollektivierung), 1956 (Aufstände in Polen und Ungarn), 1960/1961 (Versuch der Beschleunigung des Wirtschaftswachstums)
  • 50-70% Verlust der Gesamtkapazität der Industrie und hohe Reparationsleistungen an die UdSSR
  • durch die SAG (Sowjetische Aktiengesellschaft) hat die UdSSR die Kontrolle über Schlüsselbereiche in der DDR-Wirtschaft
  • 1958: für „Brot, Wohlstand und Wohlstand“ gewaltiges Chemieförderungsprogramm
  • von Nettoangaben (z.B. Stückzahl) zu Bruttoangaben (z.B. Tonnenangabe)
    → Unterbewertung von Qualität, Produktivität und Rentabilität
  • Einrichtung der VEB (Volkseigene Betriebe)
  • Zweifel an der Zentralverwaltungswirtschaft
    → Interessengemeinschaft der Konsumenten (KG)
    → staatl. Handelsorganisation (HO) → HO-Läden: „kleiner Westen im Osten“
  • 1952/1953: Lebensstandard ist unter dem Niveau von 1947! →17. Juni 1953 (u. a.)
  • Nahrungsmittel- und Güterverbrauch: bessere Lebenslage als vor dem Krieg, Verbesserung des Gesundheitswesen (unentgeltlich, Impfwesen, Prophylaxe) aber Wohnungsmangel
    → „Besser, billiger und schneller bauen“ → Fertigbauweise („Plattenbau“)
  • Kriegsschäden in Großstädten wurden halbherzig getilgt, nur Ost-Berlin wurde als Hauptstadt wieder aufgebaut