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Aufbau eines sozialistischen Staates

  • SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands):
    • Vertretung und Führung der Arbeiterklasse
    • „demokratischer Zentralismus“: Wählbarkeit der Funktionäre/Gremien durch Mitglieder, straffe Parteidisziplin, bedingungslose Unterordnung von unteren Gremien gegenüber dem Politbüro (Spitzenfunktionäre, Kern der politischen Macht) →Realität: Zentralismus
    • Leitung aller anderen pol./wirt./gesell. Organisationen in der DDR
    • Vorbild: „großer Bruder“ KPdSU
    • „westlicher Klassenfeind“ BRD
  • Stalinismus: Einparteienherrschaft; willkürliche Machtausübung; Kontrolle, Zensur und Geheimpolizei; Zentralverwaltungswirtschaft/verstaatliche Wirtschaft; Ausschaltung von Mitbestimmung; Scheindemokratie; politische Gleichschaltung anderer Parteien wie z. B. in der DDR CDU (Christlich demokratische Union), LDPD (Liberal demokratische Partei Deutschlands), NDPD (National demokratische Partei Deutschlands), DBD (Demokratische Bauernpartei Deutschlands) durch gefügige Parteiführer
  • Massenorganisationen: FDGB (Freier deutscher Gewerkschaftsbund; Aufgaben: u. a. gesetzliches Sozialversicherungssystem, soziale Fürsorge im Betrieb), FDJ (Freie deutsche Jugend), DFD ( Deutscher Frauenbund Deutschlands), DSF (Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft), soziale Hilfsorganisation: Volkssolidarität
  • ab 4.10.1950: Art. 6 (Boykotthetze); ab 1.2.1958: Strafmaß geht bis Todesstrafe
  • ▪Ursachen des 17.6.1953 ▪Folgen des 17.6.1963
    -Auslöser: Stalins Tod

    -27.5.1952: scharfe Bewachung der Westgrenze durch ein neues Gesetz

    -5 Länder mit 14 Bezirken und 217 Kreisen

    -Bevorzugung der Schwerindustrie gegenüber der Konsumgüterversorgung

    -wachsende Militarisierung

    -Lebensstandard

    -Normerhöhungen

    -kein „neuer Kurs“:

    Änderung der Politik gegenüber Mittelstand und Bauern

    bessere Konsumgüterversorgung

    kein Kampf gegen Kirche

    anderer politischer Führungsstil gegenüber der Bevölkerung

    -gewaltsame Niederschlagung

    -Verfolgung der „Rädelsführer“

    -SED: „faschistischer Putsch“, Angst vor weiteren Aufständen (bleibt bis 1990)

    -Schockerlebnis

    -„Neuer Kurs“: keine prinzipielle Richtungsänderung für DDR; aber flexibler und vorsichtiger bei neuen Entscheidungen

    -gezielte Auswechslung des Personals in SED und Massenorganisationen

    -Kollektivierung abgeschlossen

  • Staat↔Kirche: ab 1954: Jugendweihe, Kirche verweigert denjenigen dann die Kommunion/Konfirmation, ab den 60er: evang. Kirche lässt Jugendweihe und Konfirmation zu
  • Opposition: Schauprozesse → Machtdemonstration → 1960: W. Ulbricht übernimmt den Staatsrat und den Nationalen Verteidigungsrat → W. Ulbricht ist der mächtigste Mann in der DDR
  • 1959: „Einholen und Überholen“ der BRD
  • 12./13.8.1961: Mauerbau: „antifaschistischer Schutzwall“ (SED)
  • Langzeitwirkung: Stabilisierungs-/Modernisierungsprozess, Bürger: Gewöhnung an das Unvermeidliche und Rückzug ins Privatleben