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Die Krise des Ancien Régime

Absolutismus: Herrschaftsform des 17./18. Jh. mit einem starken Monarchen an der Spitze, der nach zentralisierter Macht und  unbeschränkter Herrschaft strebt, welche er von Gott herleitet; er stützt sich auf Bürokratien und stehende Heere. Hauptvertreter: Frankreich unter Ludwig XIV. (1661-1715)

Verschärfung der Krise durch Scheitern von Reformversuchen – Finanzreform

1774-1776 Anne Robert Turgot (1727 – 1781): 1776: Belebung der Wirtschaft und Verbesserung der Staatsfinanzen: Senkung der Ausgaben, Förderung wirtschaftlichen Wachstums, Abschaffung der  Binnenzölle (→ freier Getreidemarkt), Auflösung der Handelskorporationen (→ Förderung des  Wettbewerbs), Aufhebung der kostenlosen Frondienste, Territorialsteuer für alle Grundbesitzer (→ Straßenbau)

→ Scheitern durch Parlamente

1776-Charles de Calonne (1734 – 1802): 1787: Notablenversammlung (Umgehung der Parlamente):
Offenlegung des finanziellen Ruin des französischen Staates, Steuerreform: einheitliche Grundsteuer
Jacques Necker (1732 – 1804, Schweizer Bankier, erneut zum Finanzminister): Einberufung der Generalstände
Gründe für das Scheitern der Finanzreform:

  • Kompliziertheit des französischen Finanzsystems
  • Verweigerung der Zustimmung zu entsprechenden Gesetzen durch:
    • Notablenversammlung (nur Privilegierte)
      • erklärt, dass sie nicht zuständig sei, stattdessen Einberufung der Generalstände
      • Eigeninteresse: Machtzuwachs gegenüber der Krone, Eigenfinanzen
    • Parlamente
      • ↔ Absolutismus, regierungskritisch
      • → siehe Notablenversammlung

 offene historische Situation

Reaktion

Rückkehr zum spätfeudalen Staat (Schwächung des Königs, Stärkung vom 1./2. Stand)

Restauration

Wiederherstellung des höfischen Absolutismus

Konsolidierung

Wahrung des Status quo

Reform

von oben

Revolution

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